Bockshornklee - Unscheinbares Kraftpaket

Äußerlich wirkt der Bockshornklee eher unscheinbar. Doch die kleinen Samen enthalten eine erstaunliche Zusammensetzung an hochwertigen Nährstoffen. Die getrockneten, reifen Samen werden in der Pflanzenheilkunde gern zu verschienen Präparaten verarbeitet. In früheren Zeiten wurde der Bockshornklee zur Linderung von unterschiedlichsten Leiden verwendet, mittlerweile kommt er vorrangig als Gewürz in der Küche zum Einsatz und verfeinert hier die verschiedensten Gerichte.

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Bockshornklee - Unscheinbares Kraftpaket

Äußerlich wirkt der Bockshornklee eher unscheinbar. Doch die kleinen Samen enthalten eine erstaunliche Zusammensetzung an hochwertigen Nährstoffen. Die getrockneten, reifen Samen werden in der Pflanzenheilkunde gern zu verschienen Präparaten verarbeitet. In früheren Zeiten wurde der Bockshornklee zur Linderung von unterschiedlichsten Leiden verwendet, mittlerweile kommt er vorrangig als Gewürz in der Küche zum Einsatz und verfeinert hier die verschiedensten Gerichte.

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Bockshornklee Samen - 0,5kg / 500g
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Bockshornklee, 500 Gramm Unsere Bockshornkleesaat (lat.: Trigonella foenum-graecum L., auch als Griechisches Heu bekannt) ist mehr als nur ein Gewürz. Die Samen weisen Bio-Qualität auf und eignen sich zum Verfeinern und Würzen von...
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Bockshornklee Samen - 1kg
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Bockshornklee, 1 Kilogramm (2 x 500 Gramm) Bockshornklee (lat. Trigonella foenum-graecum L., auch als Griechisches Heu bekannt) ist eine jahrtausende alte Kulturpflanze und wird seit jeher in Ägypten angebaut. Hier kam die Pflanze vor...
Inhalt 1 Kilogramm
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Was ist Bockshornklee?

Der Bockshornklee ist eine krautige, einjährige Pflanze. Sie bildet eine lange Pfahlwurzel und mehrere faserige Seitenwurzeln. Bockshornklee weist aufrechte, verzweigte und runde Stängel auf. Die Laubblätter sehen aus wie Kleeblätter und sind in Blattstiel und geteilte Blattspreite gegliedert. Die Pflanze selbst erreicht Wuchshöhen bis zu 60 Zentimeter und blüht zwischen April und Juli. Die Blüten von Bockshornklee weisen im Grund eine hellviolette Farbe auf und werden nach oben hin cremefarben bis weißlich-gelb. Rein optisch ähneln die Blüten einem Schmetterling, im behaarten Fruchtblatt sind viele Samenanlagen zu finden.

Die Hülsenfrüchte des Bockshornklees sind lang, schmal und hornförmig. Sie sind etwa sieben bis zwölf Zentimeter lang und 0,4 bis 0,5 Zentimeter breit. Die Form der Hülsenfrüchte verlieh dem Bockshornklee seinen Namen. In den Hülsenfrüchten befinden sich zwischen zehn und zwanzig längliche, eiförmige und harte Samen, die mit einer recht zähen Haut umgeben sind und eine ockergelbe bis hellbraune Farbe aufweisen. Die Samen sind etwa drei bis fünf Millimeter lang und haben einen Durchmesser von zwei bis drei Millimeter. Die Samen des Bockshornklees sind zum Verzehr geeignet und verströmen beim Zerreiben einen kräftigen, aber durchaus auch angenehmen Geruch, der an frisches Heu erinnert. Auch deshalb wird der Bockshornklee (lat.: Trigonelle foenum-graecum) oft als „Griechisches Heu“ bezeichnet.

Verbreitung des Bockshornklees

Der Bockshornklee bevorzugt vor allem Standorte mit einem lehmigen Boden und viel Sonnenlicht. Er toleriert sogar Trockenheit und eine hohe Versalzung des Bodens. Verbreitet ist der Bockshornklee im südlichen Europa, in Afrika, in Indien, im Nahen Osten, in China und in Australien. Doch auch im südlichen bis mittleren Deutschland ist der Bockshornklee inzwischen zu finden. Zu den Hauptanbaugebieten gehören allerdings Marokko und Indien.

Die Geschichte des Bockshornklees

Schon in der Kupfersteinzeit wurde Bockshornklee zur Kulturpflanze gemacht, so konnten beispielsweise verkohlte Samen in Tell Halaf (Syrien) gefunden werden. Genetische Untersuchungen haben ergeben, dass die Kultivierung im Mittleren Osten und am Mittelmeer erfolgte. Im Tell von Deir Alla (Jordantal) konnte ein eisenzeitlicher Nachweis von Bockshornklee durchgeführt werden. Auch im alten Ägypten wurde Bockshornklee verwendet. Hier spielte er in der Pflanzenheilkunde und in der Geburtshilfe eine wichtige Rolle, auch in religiösen Handlungen kam er zum Einsatz. Frühzeitig fand er zudem Verwendung in der Gartenkunst im Kaiserreich China.

Über die römische und altgriechische Medizin gelangte Bockshornklee später auch ins Abendland, wo er etwa um 800 n. Chr. auch im „Lorscher Arzneibuch“ aufgeführt wurde. Die Benediktinermönche, Karl der Große und auch die Äbtissin Hildegard von Bingen verwendeten Bockshornklee. In unterschiedlichsten Publikationen werden für den Bockshornklee zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert verschiedenste medizinische Anwendungen festgehalten.

Auch Pfarrer Kneipp ließ dem Bockshornklee besonderes Lob zukommen und beschrieb die Pflanze als Heilmittel bei Geschwüren und Geschwülsten. Kneipp belebte die Verwendung von Bockshornklee in der Volksheilkunde wieder neu, seit jeher lehren auch arabische Mediziner verschiedenste medizinische Anwendungen der Pflanze.

Die Inhaltsstoffe von Bockshornklee

Zu etwa 30 Prozent besteht der Samen des Bockshornklees aus Schleimstoffen. Auf 100 Gramm der kleinen Bockshornkleesamen entfallen zudem folgende Inhaltsstoffe:

  • 23 Gramm Proteine
  • 191 Milligramm Magnesium
  • 176 Milligramm Kalzium
  • 33,5 Milligramm Eisen
  • 3 Milligramm Vitamin C
  • 0,6 Milligramm Vitamin B6
  • Vitamin A

In den Samen des Bockshornklees befinden sich zudem die folgenden Inhaltsstoffe: 

  • Vitamin D
  • Coenzym B12
  • Vitamin B3
  • Foenugraecin (Vorstufe von Diosgenin, Phytohormon, Steroidsaponin)
  • ätherische Öle
  • Bitterstoffe (Trigofoenside)

Proteine

Proteine (Eiweiße) spalten bei der Verdauung zu Aminosäuren auf und werden dann neu synthetisiert. Es handelt sich dabei um Naturstoffe, die im Organismus an verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt sind und den Aufbau der Muskeln fördern können.

Magnesium

Der Mineralstoff Magnesium ist in den Zellen des Körpers natürlich eingelagert, kann vom Organismus allerdings nicht selbst hergestellt werden. Der Mikronährstoff ist für Muskeln und Nerven von Bedeutung und muss deshalb über die Ernährung regelmäßig zugeführt werden.

Kalzium

In den Knochen und Zähnen gilt Kalzium als wichtiger Baustein. Der Mineralstoff kann vom Körper nicht selbst hergestellt werden und muss deshalb über die Ernährung aufgenommen werden.

Eisen

Das Spurenelement Eisen ist im Organismus für den Transport von Sauerstoff im Blut zuständig. Da es vom Körper aber nicht selbst gebildet werden kann, muss es über die Ernährung zugeführt werden.

Vitamin C

Vitamin C, auch als Ascorbinsäure bekannt, ist der vermutlich bekannteste Vitalstoff. Vitamin C fungiert im Körper zudem als Antioxidans und fängt somit auch freie Radikale ein. Dem Vitalstoff wird nachgesagt, dass er das Immunsystem stärken soll, weshalb es gern zur Vorbeugung von Erkältungen zum Einsatz kommt. Es soll zudem positiv auf die Aufnahme von Eisen wirken.

Vitamin B6

Vitamin B6 (Pyridoxin) soll auf den Aminosäurestoffwechsel und auch auf andere Funktionen im Körper Einfluss nehmen können. Vitamin B6 ist in Wasser löslich und findet sich in sehr vielen Lebensmitteln.

Vitamin A

Vitamin A (Retinol) wird gern auch als so genanntes „Augenvitamin“ bezeichnet, weil es vor allem auf die Sehkraft eine positive Wirkung haben soll. Auch als Antioxidans soll es wirken und somit freie Radikale einfachen können.

Vitamin D

Vitamin D ist auch als so genanntes „Sonnenvitamin“ bekannt und kann bei einer ausreichenden Sonneneinstrahlung vom Körper auch selbst gebildet werden. Die körpereigene Produktion verringert sich jedoch mit zunehmendem Alter und durch die Verwendung von Sonnenschutzmitteln, weshalb es spätestens dann über die Ernährung aufgenommen werden sollte.

Coenzym B12

Coenzym B12 (Cobalamin) soll als Vitamin für den gesamten Stoffwechsel eine wichtige Rolle spielen. Vitamin B12 kommt in der Regel in tierischen, aber auch in pflanzlichen Produkten vor und kann im Körper über einen längeren Zeitraum gespeichert werden.

Vitamin B3

Vitamin B3 (Niacin) wird auch gern als Schönheitsvitamin bezeichnet, denn es nimmt Einfluss auf Haut, Nägel und Haare. Es handelt sich um ein wasserlösliches Vitamin, welches der Körper aus der Aminosäure Tryptophan selbst bilden kann.

Foenugraecin

Foenugraecin, die Vorstufe von Diosgenin, ist ein pflanzliches Hormon (so genanntes Phytohormon) und wird den Steroidsaponinen zugeordnet. Es wird oft zur synthetischen Herstellung des Hormons Progesteron verwendet. Das in Bockshornklee vorhandene Phytohormon ist dem menschlichen Hormon sehr ähnlich.

Ätherische Öle

Aufgrund der ätherischen Öle hat der Bockshornklee vermutlich die typische aromatische Geschmacks- und auch Duftnote. Welche Eigenschaften ätherische Öle tatsächlich aufweisen, ist noch nicht abschließend geklärt. Bekannt ist jedoch, dass ihnen eine desinfizierende Wirkung nachgesagt wird.

Bitterstoffe

Bitterstoffe gelten als Appetitanreger, denn sie können zur Bildung von Magen- und Gallensäure beitragen und so auch die Verdauung regulieren.

Wirkung von Bockshornklee

Den Samen des Bockshornklees werden die unterschiedlichsten heilenden Wirkungen nachgesagt, die sehr wahrscheinlich auf die verschiedenen Inhaltsstoffe zurückgeführt werden können. In der Naturheilkunde wird Bockshornklee bei diversen Beschwerden eingesetzt, wie sie auch schon aus alten Überlieferungen bekannt sind. Allerdings ist die konkrete Wirkungsweise von Bockshornklee bislang noch nicht ausreichend erforscht. Um den Bockshornklee als Heilpflanze deklarieren zu können, sind noch viele klinische Studien notwendig. Zwar gibt es einige Untersuchungen zur Wirkung von Bockshornklee bei unterschiedlichen Erkrankungen wie beispielsweise Parkinson, Hauterkrankungen oder auch Rhinitis, allerdings sind diese noch nicht aussagekräftig und auf die breite Masse übertragbar. 

Klinische Studien zur Verwendung von Bockshornklee konnten auch keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufzeigen. Da jedoch oft nur Versuche an Tieren durchgeführt werden, sind auch diese Ergebnisse nicht auf den Menschen übertragbar. Die Erfahrung in der Anwendung von Bockshornklee hat allerdings gezeigt, dass es bei einer Einnahme der Samen in großen Mengen unter Umständen zu Blähungen oder Durchfall kommen kann.

Da es bisher auch keinerlei aussagekräftige Daten zur Anwendung von Bockshornklee bei schwangeren und stillenden Frauen, Säuglingen und auch Kindern gibt, sollten diese Personengruppen bei der Verwendung von Bockshornklee als Gewürz etwas Vorsicht walten lassen.

Anwendung von Bockshornklee

Bockshornklee kommt vor allem als Gewürz in der Küche zur Anwendung, auch Tee kann daraus zubereitet werden. Mittlerweile gibt es am Markt auch verschiedene Präparate, welche das Extrakt enthalten. Neben seinem Hautpanwendungsbereich – der Küche – nutzt auch die Pflanzenheilkunde den Bockshornklee.

Bockshornklee in der Küche

In der Küche werden neben den Samen des Bockshornklees auch dessen Blätter und Keimlinge verwendet.

Die Samen des Bockshornklees gelten dabei als beliebtes Gewürz im Nahen Osten, in Nordafrika oder auch in Spanien. Bevor die Samen zu einem Gewürzpulver gemahlen werden, werden sie trocken angeröstet. So geht ein Teil des bitteren Geschmacks verloren. Der gemahlene Bockshornkleesamen weist ein intensives Aroma auf und sollte aus diesem Grund möglichst sparsam verwendet werden. In Kombination mit anderen Gewürzen kann der Bockshornklee sein gesamtes geschmackliches Potenzial entfalten und ist deshalb auch ein wichtiger Bestandteil von Curry-Mischungen. Gerade indische, orientalische oder auch afrikanische und asiatische Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichte erhalten durch Bockshornklee eine besondere Geschmacksnote. Die Samen des Bockshornklees passen außerdem gut zu Käse.

Aus den Samen des Bockshornklees lassen sich innerhalb von etwa drei bis fünf Tagen auch Keimlinge ziehen. Die Sprossen ähneln vom Geschmack her Chicorée und passen zu Salaten ebenso gut, wie in pikante Füllungen.

Bockshornkleeblätter werden vor allem im Orient als Salat und Gemüse sowie auch als Gewürz verwendet. Die Blätter haben eine milde Schärfe und eignen sich auch zur Verarbeitung in Brotteig.

Bockshornklee in der Pflanzenheilkunde

In der Pflanzenheilkunde kommen die Samen des Bockshornklees bei verschiedensten Beschwerden als Tinktur oder auch in Form von Breiumschlägen zum Einsatz. Verwendet wird der Bockshornklee hier auch gern als homöopathisches Mittel. Allerdings sind homöopathische Anwendungen mit Bockshornklee bislang nicht ausreichend belegt und zu den Wirkungen fehlen somit entsprechende Beweise.

Bockshornklee kaufen – Welche Darreichungsformen gibt es?

Von Bockshornklee gibt es in Apotheken, Reformhäusern, Drogerien und auch im Internet mittlerweile die unterschiedlichsten Präparate. Neben den ganzen und auch gemahlenen Samen des Bockshornklees sind zudem auch Kapseln, Tabletten oder auch Tees erhältlich.

Ganzer und gemahlener Bockshornklee

Bockshornkleesamen werden vor allem als Gewürz gern verwendet und hierfür leicht angeröstet und auch gemahlen. Im Ganzen können die kleinen Samen in Joghurt oder auch über andere Speisen gegeben werden, um diese zu verfeinern. Gemahlene Bockshornkleesamen sind meist Bestandteil von Würzmischungen. Das Rösten der Samen sollte ohne Öl erfolgen. Die Samen selbst eignen sich außerdem zur Heranzüchtung von Keimlingen.

Kapseln und Tabletten mit Bockshornklee

In Kapseln oder auch Tabletten sind die Inhaltsstoffe des Bockshornklees in konzentrierter Form enthalten. Verwendet wird für die Herstellung entweder ein Extrakt oder gemahlener Bockshornkleesamen. Kapseln und Tabletten mit Bockshornklee gelten als Nahrungsergänzungsmittel und fallen somit unter die Regelungen gemäß dem Lebensmittel- und Futtergesetzbuch. Krankheitsbezogene Aussagen sowie Indikationen und Heilversprechen auf den Etiketten der Verpackung sind entsprechend der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 (Health Claims) unzulässig.

Tee mit Bockshornklee

Aus Bockshornklee kann mit zwei bis drei Esslöffeln gemahlenen oder auch geschroteten Samen und 250 Millilitern kaltem Wasser recht einfach ein Tee zubereitet werden. Lediglich etwas zeitaufwändig ist die Zubereitung, denn die Mischung muss zunächst etwa drei Stunden ziehen, bevor der entstandene Sud aufgekocht und abgeseiht werden kann. Sowohl der Geruch als auch der Geschmack des reinen Bockshornklee-Tees sind für den einen oder anderen etwas gewöhnungsbedürftig, weshalb oft zum Süßen mit Honig geraten wird.

Im Handel sind weiterhin auch Stilltees erhätlich, welche als Zutat Bockshornklee enthalten. Sie sollen dazu beitragen, die Milchbildung bei stillenden Müttern anzuregen. Geruchs- und Geschmacksintensität von Bockshornklee sind bei diesen Teemischungen nicht so stark ausgeprägt, auch die Zubereitung der fertigen Tees ist wesentlich einfacher.

Lagerung und Haltbarkeit von Bockshornklee

Die Aufbewahrung von Bockshornkleesamen sollte an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort erfolgen. Eine zu starke Sonneneinstrahlung wird von den Samen nicht gut vertragen. Bockhornklee verliert – wie jedes andere Gewürz auch – im Laufe der Zeit an Geschmack. Bei gemahlenen Bockshornkleesamen geht dieser Vorgang noch schneller vonstatten, weshalb oft empfohlen wird, gemahlene Samen schnell aufzubrauchen oder sie aber erst kurz vor der Verwendung zu zermahlen. Die ganzen Samen sind bei entsprechend guter Aufbewahrung aber durchaus mehrere Jahre haltbar.

Frische Bockshornklee-Blätter können übrigens in feuchtes Küchenpapier gewickelt und einen perforierten Beutel gelegt bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Rezepte mit Bockshornklee – Gewürzmischungen für unterschiedlichste Gerichte

Wer den Geschmack von Bockshornklee mag, findet gerade in der Küche vielfältige Möglichkeiten, ihn einzusetzen und verschiedenste Gerichte damit zu verfeinern. Besonders einfach lassen sich dabei Gewürzmischungen herstellen, die für unterschiedliche Fleisch- und Fischgerichte oder auch vegetarische und vegane Speisen verwendet werden können.

Curry-Gewürzmischung

  • 2 Esslöffel Kreuzkümmel (Cumin)
  • 2 Esslöffel gemahlener Koriander
  • 2 Esslöffel Kurkuma
  • 20 Curryblätter
  • 1 Esslöffel Bockshornkleesamen
  • 1 Esslöffel gelbe Senfsamen
  • 1 Esslöffel Ingwerpulver
  • 1 ½ Teelöffel schwarzer Pfeffer
  • 1 Teelöffel grüner Kardamom
  • 1 Teelöffel scharfes Chilipulver
  • ½ Teelöffel Zimt
  • ½ Teelöffel Nelken

Sämtliche ganzen Zutaten werden zunächst mit einem Mörser zerstoßen oder in einem Mixer fein gemahlen und dann mit den Zutaten in Pulverform gut vermischt.

Bei der Verwendung von Ingwer in Pulverform bleibt die Gewürzmischung bis zu zwei Jahre haltbar, bei der Verwendung von frischem Ingwer sollte sie innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden.

Berbere (typisch äthiopische Gewürzmischung)

  • 5 Teile schwarzer Pfeffer
  • 3 Teile edelsüßer Paprika
  • 2 Teile Kreuzkümmel
  • 1 Teil Bockshornkleesamen
  • 1 Teil Kurkuma
  • 1 Teil Koriander
  • 1 Teil Kardamom
  • 1 Teil Nelken (alternativ: Piment)
  • ½ Teil Zimt
  • ½ Teil Knoblauchpulver
  • ½ Teil Ingwerpulver 

Für die äthiopische Gewürzmischung „Berbere“ werden alle Zutaten gut miteinander vermischt. Für etwas mehr Schärfe kann das edelsüße Paprikapulver auch durch scharfes Paprikapulver ersetzt werden.

Panch Phorn (Fünf-Gewürz-Mischung)

  • Bockshornkleesamen
  • Scharzkümmel
  • Fenchelsamen
  • Kreuzkümmel
  • Schwarzer Senf

Die einzelnen Gewürze werden ungemahlen miteinander vermischt und zur Aromatisierung in Öl angebraten, bevor die Zutaten eines Gerichts hinzugegeben werden.

Sambar Podi (tamilische Gewürzmischung)

  • 2 Tassen rote Chilischoten
  • 2 Tassen Koriandersamen
  • ½ Tasse Kichererbsen (schwarz oder braun)
  • ¼ Tasse Kreuzkümmelsamen
  • ¼ Tasse Pfefferkörner
  • 2 Teelöffel Bockshornkleesamen
  • 2 Teelöffel Senfsamen
  • 2 Teelöffel Gelbwurz
  • 2 Teelöffel Mohnsamen
  • 200 Gramm Kokosraspel
  • 1 Stange Zimt
  • 1 Bund Koriandergrün

Zunächst werden alle trockenen Zutaten getrennt voneinander bei niedriger Hitze in einer Pfanne angeröstet, wodurch sich die jeweils typischen Geruchsaromen entwickeln. Anschließend werden die Zutaten zusammen zu einem feinen Pulver zerrieben (z. B. mit einem Mörser oder in einem Mixer). Aus den angegeben Mengen entsteht eine Menge von etwa 400 Gramm Pulver, die Mengen können natürlich entsprechend angepasst werden.

Bockshornklee auch für Tiere geeignet

In vielen Ländern gilt der Bockshornklee auch als sehr beliebtes Futtermittel für Kühe, Ziegen und Pferde. Selbst zur Mast wird die Pflanze verwendet, denn die Bitterstoffe sollen auch bei den Tieren den Appetit anregen.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn es um Katzen geht! Katzen fehlt ein wichtiges Enzym, welches ätherische Öle verarbeitet. Deshalb kann die Verwendung von Bockshornkleesamen bei Katzen unter Umständen tödlich enden.

Fazit zur Bockshornklee: Kleine Samen ganz groß

Bockshornklee ist ein hervorragendes Gewürz, welches gerade in Curry-Mischungen immer häufiger Einzug in die Haushalte der ganzen Welt nimmt. Auch als Tierfutter sind die kleinen Samen sehr gut geeignet.

Beim Kauf von Bockshornkleesamen sollte unbedingt auf eine hochwertige Qualität geachtet werden. Nur zertifizierte, gereinigte Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau garantieren, dass die Produkte nicht durch Schadstoffe, Biozide und Bakterien verunreinigt sind. Kommt es während der Einnahme von Bockshornkleesamen zu unerwünschten Nebenwirkungen, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um abzuklären, ob die Erscheinungen auf den Konsum des Bockshornklees zurückzuführen sind.

Was ist Bockshornklee? Der Bockshornklee ist eine krautige, einjährige Pflanze. Sie bildet eine lange Pfahlwurzel und mehrere faserige Seitenwurzeln. Bockshornklee weist aufrechte, verzweigte... mehr erfahren »
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Bockshornklee - Unscheinbares Kraftpaket

Was ist Bockshornklee?

Der Bockshornklee ist eine krautige, einjährige Pflanze. Sie bildet eine lange Pfahlwurzel und mehrere faserige Seitenwurzeln. Bockshornklee weist aufrechte, verzweigte und runde Stängel auf. Die Laubblätter sehen aus wie Kleeblätter und sind in Blattstiel und geteilte Blattspreite gegliedert. Die Pflanze selbst erreicht Wuchshöhen bis zu 60 Zentimeter und blüht zwischen April und Juli. Die Blüten von Bockshornklee weisen im Grund eine hellviolette Farbe auf und werden nach oben hin cremefarben bis weißlich-gelb. Rein optisch ähneln die Blüten einem Schmetterling, im behaarten Fruchtblatt sind viele Samenanlagen zu finden.

Die Hülsenfrüchte des Bockshornklees sind lang, schmal und hornförmig. Sie sind etwa sieben bis zwölf Zentimeter lang und 0,4 bis 0,5 Zentimeter breit. Die Form der Hülsenfrüchte verlieh dem Bockshornklee seinen Namen. In den Hülsenfrüchten befinden sich zwischen zehn und zwanzig längliche, eiförmige und harte Samen, die mit einer recht zähen Haut umgeben sind und eine ockergelbe bis hellbraune Farbe aufweisen. Die Samen sind etwa drei bis fünf Millimeter lang und haben einen Durchmesser von zwei bis drei Millimeter. Die Samen des Bockshornklees sind zum Verzehr geeignet und verströmen beim Zerreiben einen kräftigen, aber durchaus auch angenehmen Geruch, der an frisches Heu erinnert. Auch deshalb wird der Bockshornklee (lat.: Trigonelle foenum-graecum) oft als „Griechisches Heu“ bezeichnet.

Verbreitung des Bockshornklees

Der Bockshornklee bevorzugt vor allem Standorte mit einem lehmigen Boden und viel Sonnenlicht. Er toleriert sogar Trockenheit und eine hohe Versalzung des Bodens. Verbreitet ist der Bockshornklee im südlichen Europa, in Afrika, in Indien, im Nahen Osten, in China und in Australien. Doch auch im südlichen bis mittleren Deutschland ist der Bockshornklee inzwischen zu finden. Zu den Hauptanbaugebieten gehören allerdings Marokko und Indien.

Die Geschichte des Bockshornklees

Schon in der Kupfersteinzeit wurde Bockshornklee zur Kulturpflanze gemacht, so konnten beispielsweise verkohlte Samen in Tell Halaf (Syrien) gefunden werden. Genetische Untersuchungen haben ergeben, dass die Kultivierung im Mittleren Osten und am Mittelmeer erfolgte. Im Tell von Deir Alla (Jordantal) konnte ein eisenzeitlicher Nachweis von Bockshornklee durchgeführt werden. Auch im alten Ägypten wurde Bockshornklee verwendet. Hier spielte er in der Pflanzenheilkunde und in der Geburtshilfe eine wichtige Rolle, auch in religiösen Handlungen kam er zum Einsatz. Frühzeitig fand er zudem Verwendung in der Gartenkunst im Kaiserreich China.

Über die römische und altgriechische Medizin gelangte Bockshornklee später auch ins Abendland, wo er etwa um 800 n. Chr. auch im „Lorscher Arzneibuch“ aufgeführt wurde. Die Benediktinermönche, Karl der Große und auch die Äbtissin Hildegard von Bingen verwendeten Bockshornklee. In unterschiedlichsten Publikationen werden für den Bockshornklee zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert verschiedenste medizinische Anwendungen festgehalten.

Auch Pfarrer Kneipp ließ dem Bockshornklee besonderes Lob zukommen und beschrieb die Pflanze als Heilmittel bei Geschwüren und Geschwülsten. Kneipp belebte die Verwendung von Bockshornklee in der Volksheilkunde wieder neu, seit jeher lehren auch arabische Mediziner verschiedenste medizinische Anwendungen der Pflanze.

Die Inhaltsstoffe von Bockshornklee

Zu etwa 30 Prozent besteht der Samen des Bockshornklees aus Schleimstoffen. Auf 100 Gramm der kleinen Bockshornkleesamen entfallen zudem folgende Inhaltsstoffe:

  • 23 Gramm Proteine
  • 191 Milligramm Magnesium
  • 176 Milligramm Kalzium
  • 33,5 Milligramm Eisen
  • 3 Milligramm Vitamin C
  • 0,6 Milligramm Vitamin B6
  • Vitamin A

In den Samen des Bockshornklees befinden sich zudem die folgenden Inhaltsstoffe: 

  • Vitamin D
  • Coenzym B12
  • Vitamin B3
  • Foenugraecin (Vorstufe von Diosgenin, Phytohormon, Steroidsaponin)
  • ätherische Öle
  • Bitterstoffe (Trigofoenside)

Proteine

Proteine (Eiweiße) spalten bei der Verdauung zu Aminosäuren auf und werden dann neu synthetisiert. Es handelt sich dabei um Naturstoffe, die im Organismus an verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt sind und den Aufbau der Muskeln fördern können.

Magnesium

Der Mineralstoff Magnesium ist in den Zellen des Körpers natürlich eingelagert, kann vom Organismus allerdings nicht selbst hergestellt werden. Der Mikronährstoff ist für Muskeln und Nerven von Bedeutung und muss deshalb über die Ernährung regelmäßig zugeführt werden.

Kalzium

In den Knochen und Zähnen gilt Kalzium als wichtiger Baustein. Der Mineralstoff kann vom Körper nicht selbst hergestellt werden und muss deshalb über die Ernährung aufgenommen werden.

Eisen

Das Spurenelement Eisen ist im Organismus für den Transport von Sauerstoff im Blut zuständig. Da es vom Körper aber nicht selbst gebildet werden kann, muss es über die Ernährung zugeführt werden.

Vitamin C

Vitamin C, auch als Ascorbinsäure bekannt, ist der vermutlich bekannteste Vitalstoff. Vitamin C fungiert im Körper zudem als Antioxidans und fängt somit auch freie Radikale ein. Dem Vitalstoff wird nachgesagt, dass er das Immunsystem stärken soll, weshalb es gern zur Vorbeugung von Erkältungen zum Einsatz kommt. Es soll zudem positiv auf die Aufnahme von Eisen wirken.

Vitamin B6

Vitamin B6 (Pyridoxin) soll auf den Aminosäurestoffwechsel und auch auf andere Funktionen im Körper Einfluss nehmen können. Vitamin B6 ist in Wasser löslich und findet sich in sehr vielen Lebensmitteln.

Vitamin A

Vitamin A (Retinol) wird gern auch als so genanntes „Augenvitamin“ bezeichnet, weil es vor allem auf die Sehkraft eine positive Wirkung haben soll. Auch als Antioxidans soll es wirken und somit freie Radikale einfachen können.

Vitamin D

Vitamin D ist auch als so genanntes „Sonnenvitamin“ bekannt und kann bei einer ausreichenden Sonneneinstrahlung vom Körper auch selbst gebildet werden. Die körpereigene Produktion verringert sich jedoch mit zunehmendem Alter und durch die Verwendung von Sonnenschutzmitteln, weshalb es spätestens dann über die Ernährung aufgenommen werden sollte.

Coenzym B12

Coenzym B12 (Cobalamin) soll als Vitamin für den gesamten Stoffwechsel eine wichtige Rolle spielen. Vitamin B12 kommt in der Regel in tierischen, aber auch in pflanzlichen Produkten vor und kann im Körper über einen längeren Zeitraum gespeichert werden.

Vitamin B3

Vitamin B3 (Niacin) wird auch gern als Schönheitsvitamin bezeichnet, denn es nimmt Einfluss auf Haut, Nägel und Haare. Es handelt sich um ein wasserlösliches Vitamin, welches der Körper aus der Aminosäure Tryptophan selbst bilden kann.

Foenugraecin

Foenugraecin, die Vorstufe von Diosgenin, ist ein pflanzliches Hormon (so genanntes Phytohormon) und wird den Steroidsaponinen zugeordnet. Es wird oft zur synthetischen Herstellung des Hormons Progesteron verwendet. Das in Bockshornklee vorhandene Phytohormon ist dem menschlichen Hormon sehr ähnlich.

Ätherische Öle

Aufgrund der ätherischen Öle hat der Bockshornklee vermutlich die typische aromatische Geschmacks- und auch Duftnote. Welche Eigenschaften ätherische Öle tatsächlich aufweisen, ist noch nicht abschließend geklärt. Bekannt ist jedoch, dass ihnen eine desinfizierende Wirkung nachgesagt wird.

Bitterstoffe

Bitterstoffe gelten als Appetitanreger, denn sie können zur Bildung von Magen- und Gallensäure beitragen und so auch die Verdauung regulieren.

Wirkung von Bockshornklee

Den Samen des Bockshornklees werden die unterschiedlichsten heilenden Wirkungen nachgesagt, die sehr wahrscheinlich auf die verschiedenen Inhaltsstoffe zurückgeführt werden können. In der Naturheilkunde wird Bockshornklee bei diversen Beschwerden eingesetzt, wie sie auch schon aus alten Überlieferungen bekannt sind. Allerdings ist die konkrete Wirkungsweise von Bockshornklee bislang noch nicht ausreichend erforscht. Um den Bockshornklee als Heilpflanze deklarieren zu können, sind noch viele klinische Studien notwendig. Zwar gibt es einige Untersuchungen zur Wirkung von Bockshornklee bei unterschiedlichen Erkrankungen wie beispielsweise Parkinson, Hauterkrankungen oder auch Rhinitis, allerdings sind diese noch nicht aussagekräftig und auf die breite Masse übertragbar. 

Klinische Studien zur Verwendung von Bockshornklee konnten auch keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufzeigen. Da jedoch oft nur Versuche an Tieren durchgeführt werden, sind auch diese Ergebnisse nicht auf den Menschen übertragbar. Die Erfahrung in der Anwendung von Bockshornklee hat allerdings gezeigt, dass es bei einer Einnahme der Samen in großen Mengen unter Umständen zu Blähungen oder Durchfall kommen kann.

Da es bisher auch keinerlei aussagekräftige Daten zur Anwendung von Bockshornklee bei schwangeren und stillenden Frauen, Säuglingen und auch Kindern gibt, sollten diese Personengruppen bei der Verwendung von Bockshornklee als Gewürz etwas Vorsicht walten lassen.

Anwendung von Bockshornklee

Bockshornklee kommt vor allem als Gewürz in der Küche zur Anwendung, auch Tee kann daraus zubereitet werden. Mittlerweile gibt es am Markt auch verschiedene Präparate, welche das Extrakt enthalten. Neben seinem Hautpanwendungsbereich – der Küche – nutzt auch die Pflanzenheilkunde den Bockshornklee.

Bockshornklee in der Küche

In der Küche werden neben den Samen des Bockshornklees auch dessen Blätter und Keimlinge verwendet.

Die Samen des Bockshornklees gelten dabei als beliebtes Gewürz im Nahen Osten, in Nordafrika oder auch in Spanien. Bevor die Samen zu einem Gewürzpulver gemahlen werden, werden sie trocken angeröstet. So geht ein Teil des bitteren Geschmacks verloren. Der gemahlene Bockshornkleesamen weist ein intensives Aroma auf und sollte aus diesem Grund möglichst sparsam verwendet werden. In Kombination mit anderen Gewürzen kann der Bockshornklee sein gesamtes geschmackliches Potenzial entfalten und ist deshalb auch ein wichtiger Bestandteil von Curry-Mischungen. Gerade indische, orientalische oder auch afrikanische und asiatische Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichte erhalten durch Bockshornklee eine besondere Geschmacksnote. Die Samen des Bockshornklees passen außerdem gut zu Käse.

Aus den Samen des Bockshornklees lassen sich innerhalb von etwa drei bis fünf Tagen auch Keimlinge ziehen. Die Sprossen ähneln vom Geschmack her Chicorée und passen zu Salaten ebenso gut, wie in pikante Füllungen.

Bockshornkleeblätter werden vor allem im Orient als Salat und Gemüse sowie auch als Gewürz verwendet. Die Blätter haben eine milde Schärfe und eignen sich auch zur Verarbeitung in Brotteig.

Bockshornklee in der Pflanzenheilkunde

In der Pflanzenheilkunde kommen die Samen des Bockshornklees bei verschiedensten Beschwerden als Tinktur oder auch in Form von Breiumschlägen zum Einsatz. Verwendet wird der Bockshornklee hier auch gern als homöopathisches Mittel. Allerdings sind homöopathische Anwendungen mit Bockshornklee bislang nicht ausreichend belegt und zu den Wirkungen fehlen somit entsprechende Beweise.

Bockshornklee kaufen – Welche Darreichungsformen gibt es?

Von Bockshornklee gibt es in Apotheken, Reformhäusern, Drogerien und auch im Internet mittlerweile die unterschiedlichsten Präparate. Neben den ganzen und auch gemahlenen Samen des Bockshornklees sind zudem auch Kapseln, Tabletten oder auch Tees erhältlich.

Ganzer und gemahlener Bockshornklee

Bockshornkleesamen werden vor allem als Gewürz gern verwendet und hierfür leicht angeröstet und auch gemahlen. Im Ganzen können die kleinen Samen in Joghurt oder auch über andere Speisen gegeben werden, um diese zu verfeinern. Gemahlene Bockshornkleesamen sind meist Bestandteil von Würzmischungen. Das Rösten der Samen sollte ohne Öl erfolgen. Die Samen selbst eignen sich außerdem zur Heranzüchtung von Keimlingen.

Kapseln und Tabletten mit Bockshornklee

In Kapseln oder auch Tabletten sind die Inhaltsstoffe des Bockshornklees in konzentrierter Form enthalten. Verwendet wird für die Herstellung entweder ein Extrakt oder gemahlener Bockshornkleesamen. Kapseln und Tabletten mit Bockshornklee gelten als Nahrungsergänzungsmittel und fallen somit unter die Regelungen gemäß dem Lebensmittel- und Futtergesetzbuch. Krankheitsbezogene Aussagen sowie Indikationen und Heilversprechen auf den Etiketten der Verpackung sind entsprechend der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 (Health Claims) unzulässig.

Tee mit Bockshornklee

Aus Bockshornklee kann mit zwei bis drei Esslöffeln gemahlenen oder auch geschroteten Samen und 250 Millilitern kaltem Wasser recht einfach ein Tee zubereitet werden. Lediglich etwas zeitaufwändig ist die Zubereitung, denn die Mischung muss zunächst etwa drei Stunden ziehen, bevor der entstandene Sud aufgekocht und abgeseiht werden kann. Sowohl der Geruch als auch der Geschmack des reinen Bockshornklee-Tees sind für den einen oder anderen etwas gewöhnungsbedürftig, weshalb oft zum Süßen mit Honig geraten wird.

Im Handel sind weiterhin auch Stilltees erhätlich, welche als Zutat Bockshornklee enthalten. Sie sollen dazu beitragen, die Milchbildung bei stillenden Müttern anzuregen. Geruchs- und Geschmacksintensität von Bockshornklee sind bei diesen Teemischungen nicht so stark ausgeprägt, auch die Zubereitung der fertigen Tees ist wesentlich einfacher.

Lagerung und Haltbarkeit von Bockshornklee

Die Aufbewahrung von Bockshornkleesamen sollte an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort erfolgen. Eine zu starke Sonneneinstrahlung wird von den Samen nicht gut vertragen. Bockhornklee verliert – wie jedes andere Gewürz auch – im Laufe der Zeit an Geschmack. Bei gemahlenen Bockshornkleesamen geht dieser Vorgang noch schneller vonstatten, weshalb oft empfohlen wird, gemahlene Samen schnell aufzubrauchen oder sie aber erst kurz vor der Verwendung zu zermahlen. Die ganzen Samen sind bei entsprechend guter Aufbewahrung aber durchaus mehrere Jahre haltbar.

Frische Bockshornklee-Blätter können übrigens in feuchtes Küchenpapier gewickelt und einen perforierten Beutel gelegt bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Rezepte mit Bockshornklee – Gewürzmischungen für unterschiedlichste Gerichte

Wer den Geschmack von Bockshornklee mag, findet gerade in der Küche vielfältige Möglichkeiten, ihn einzusetzen und verschiedenste Gerichte damit zu verfeinern. Besonders einfach lassen sich dabei Gewürzmischungen herstellen, die für unterschiedliche Fleisch- und Fischgerichte oder auch vegetarische und vegane Speisen verwendet werden können.

Curry-Gewürzmischung

  • 2 Esslöffel Kreuzkümmel (Cumin)
  • 2 Esslöffel gemahlener Koriander
  • 2 Esslöffel Kurkuma
  • 20 Curryblätter
  • 1 Esslöffel Bockshornkleesamen
  • 1 Esslöffel gelbe Senfsamen
  • 1 Esslöffel Ingwerpulver
  • 1 ½ Teelöffel schwarzer Pfeffer
  • 1 Teelöffel grüner Kardamom
  • 1 Teelöffel scharfes Chilipulver
  • ½ Teelöffel Zimt
  • ½ Teelöffel Nelken

Sämtliche ganzen Zutaten werden zunächst mit einem Mörser zerstoßen oder in einem Mixer fein gemahlen und dann mit den Zutaten in Pulverform gut vermischt.

Bei der Verwendung von Ingwer in Pulverform bleibt die Gewürzmischung bis zu zwei Jahre haltbar, bei der Verwendung von frischem Ingwer sollte sie innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden.

Berbere (typisch äthiopische Gewürzmischung)

  • 5 Teile schwarzer Pfeffer
  • 3 Teile edelsüßer Paprika
  • 2 Teile Kreuzkümmel
  • 1 Teil Bockshornkleesamen
  • 1 Teil Kurkuma
  • 1 Teil Koriander
  • 1 Teil Kardamom
  • 1 Teil Nelken (alternativ: Piment)
  • ½ Teil Zimt
  • ½ Teil Knoblauchpulver
  • ½ Teil Ingwerpulver 

Für die äthiopische Gewürzmischung „Berbere“ werden alle Zutaten gut miteinander vermischt. Für etwas mehr Schärfe kann das edelsüße Paprikapulver auch durch scharfes Paprikapulver ersetzt werden.

Panch Phorn (Fünf-Gewürz-Mischung)

  • Bockshornkleesamen
  • Scharzkümmel
  • Fenchelsamen
  • Kreuzkümmel
  • Schwarzer Senf

Die einzelnen Gewürze werden ungemahlen miteinander vermischt und zur Aromatisierung in Öl angebraten, bevor die Zutaten eines Gerichts hinzugegeben werden.

Sambar Podi (tamilische Gewürzmischung)

  • 2 Tassen rote Chilischoten
  • 2 Tassen Koriandersamen
  • ½ Tasse Kichererbsen (schwarz oder braun)
  • ¼ Tasse Kreuzkümmelsamen
  • ¼ Tasse Pfefferkörner
  • 2 Teelöffel Bockshornkleesamen
  • 2 Teelöffel Senfsamen
  • 2 Teelöffel Gelbwurz
  • 2 Teelöffel Mohnsamen
  • 200 Gramm Kokosraspel
  • 1 Stange Zimt
  • 1 Bund Koriandergrün

Zunächst werden alle trockenen Zutaten getrennt voneinander bei niedriger Hitze in einer Pfanne angeröstet, wodurch sich die jeweils typischen Geruchsaromen entwickeln. Anschließend werden die Zutaten zusammen zu einem feinen Pulver zerrieben (z. B. mit einem Mörser oder in einem Mixer). Aus den angegeben Mengen entsteht eine Menge von etwa 400 Gramm Pulver, die Mengen können natürlich entsprechend angepasst werden.

Bockshornklee auch für Tiere geeignet

In vielen Ländern gilt der Bockshornklee auch als sehr beliebtes Futtermittel für Kühe, Ziegen und Pferde. Selbst zur Mast wird die Pflanze verwendet, denn die Bitterstoffe sollen auch bei den Tieren den Appetit anregen.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn es um Katzen geht! Katzen fehlt ein wichtiges Enzym, welches ätherische Öle verarbeitet. Deshalb kann die Verwendung von Bockshornkleesamen bei Katzen unter Umständen tödlich enden.

Fazit zur Bockshornklee: Kleine Samen ganz groß

Bockshornklee ist ein hervorragendes Gewürz, welches gerade in Curry-Mischungen immer häufiger Einzug in die Haushalte der ganzen Welt nimmt. Auch als Tierfutter sind die kleinen Samen sehr gut geeignet.

Beim Kauf von Bockshornkleesamen sollte unbedingt auf eine hochwertige Qualität geachtet werden. Nur zertifizierte, gereinigte Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau garantieren, dass die Produkte nicht durch Schadstoffe, Biozide und Bakterien verunreinigt sind. Kommt es während der Einnahme von Bockshornkleesamen zu unerwünschten Nebenwirkungen, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um abzuklären, ob die Erscheinungen auf den Konsum des Bockshornklees zurückzuführen sind.