• Chia-Samen – Powersamen der Mayas

    Lange Zeit waren sie noch sehr unbekannt, doch mittlerweile findet man sie auch in jedem Supermarkt-Regal: Die kleinen Chia-Samen werden mit besonders guten Eigenschaften beworben, denn sie enthalten eine Vielzahl an hochwertigen Inhaltsstoffen.

    Lange Zeit waren sie noch sehr unbekannt, doch mittlerweile findet man sie auch in jedem Supermarkt-Regal: Die kleinen Chia-Samen werden mit besonders guten Eigenschaften beworben, denn sie... mehr erfahren »
    Fenster schließen
    Chia-Samen – Powersamen der Mayas

    Lange Zeit waren sie noch sehr unbekannt, doch mittlerweile findet man sie auch in jedem Supermarkt-Regal: Die kleinen Chia-Samen werden mit besonders guten Eigenschaften beworben, denn sie enthalten eine Vielzahl an hochwertigen Inhaltsstoffen.

    Topseller
    Bio Chiasamen schwarz 1kg Bio Chiasamen schwarz 1kg
    Inhalt 1 Kilogramm
    10,90 € *
    Filter schließen
     
    von bis
    •  
    Bio Chiasamen schwarz 1kg
    Bio Chiasamen schwarz 1kg
    Chia-Samen, 1 Kilogramm Bei unseren Chia-Samen (Salvia hispanica) handelt es sich um ein reines Bio-Produkt, das eine Vielzahl hochwertiger Inhaltsstoffe enthält. Mit Omega-3-Fettsäuren, Proteinen, Kalzium sowie Vitaminen und anderen...
    Inhalt 1 Kilogramm
    10,90 € *

    Die Chia-Pflanze – Ursprung der Chia-Samen

    Die Chia-Pflanze galt schon vor mehr als 4.000 Jahren bei den Mayas, Azteken und Inkas Süd- und Mittelamerikas als eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Angebaut wird sie in Mexiko sowie Bolivien und Guatemala. Aber auch in Australien gedeiht sie. Sie bevorzugt also das Klima der Tropen und Subtropen, wo sie aber auch in großer Höhe wächst. Die Chia-Pflanze erreicht Wuchshöhen von bis zu zwei Metern und blüht von Juli bis August violett. Verwendung finden allerdings ausschließlich die braunen oder auch weißen Samen.

     

    Im Zuge der spanischen Eroberungen geriet die Chia-Pflanze bald nach Spanien und erhielt so den Namen Salvia hispanica. Während die kleinen Powersamen für Inkas, Mayas und Azteken als kraftspendendes Korn standen und ihnen Ausdauer sowie körperliche und geistige Stärke verliehen, geriet die Pflanze zunächst in Vergessenheit und wurde lediglich als Tierfutter verwendet. Doch seit einigen Jahren wächst die Begeisterung für die kleinen Körner, die mittlerweile als Superfood eingestuft werden.

     

    Für kommerzielle Zwecke erfolgt der Anbau der Chia-Pflanze vorrangig in Süd- und Mittelamerika sowie in Australien. Mit Hilfe großer Aussaatmaschinen erfolgt die Ausbringung der Samen in Rillen, im November erfolgt die Ernte mit Hilfe von Mähdreschern.

    Sind die Bedingungen günstig, kann die einjährige Chia-Pflanze auch in europäischen Breiten angebaut werden. Wichtig ist jedoch ein warmer und sonniger Standort sowe eine lange frostfreie Periode. Mit kargen und nährstoffarmen Böden kommt die Pflanze recht gut zurecht, auch längere Trockenzeiten sind kein Problem. Zwar sollte sie regelmäßige bewässert werden, Staunässe mag die Chia-Pflanze jedoch nicht.

    Die gesunden Chia-Samen

    Chia-Samen werden als sehr gesund eingestuft. Das liegt vor allem an den hochwertigen Inhaltsstoffen der kleinen Powerkörner. So ist der Anteil an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren nicht nur besonders hoch, sondern sie sind auch in einem optimalen Verhältnis in den kleinen Samen vorhanden. Chia-Samen eignen sich zudem gut für eine vegane Ernährung, in der sie als wichtiger Lieferant für ungesättigte Fettsäuren dienen. Zudem sind Chia-Samen glutenfrei und somit für Menschen mit Glutenunverträglichkeit gut geeignet. Weiterhin sind sie reich an Ballaststoffen, enthalten kein Cholesterin und gleichzeitig wenige Kalorien.

    Die Inhaltsstoffe von Chia-Samen im Überblick

    Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

    In 100 Gramm Chia-Samen sind etwa 19 Gramm Omega-3-Fettsäuren enthalten. Mit einer Portion Chia-Samen lässt sich vor allem der tägliche Bedarf an Omega-3-Fettsäuren dreifach decken. Omega-3-Fettsäuren sollen Blutdruck, Blutgerinnung und Blutfettwerte beeinflussen können. Auch bei der Eiweißsynthese spielen Omega-3-Fettsäuren eine Rolle. Ihre Wirkung entfalten Omega-3-Fettsäuren allerdings nur im Zusammenhang mit Omega-6-Fettsäuren, welche in einem Verhältnis von 1:3 in Chia-Samen vorkommen.

    Proteine

    Proteine beziehungsweise ihre Baustoffe – die Aminosäuren – spielen bei der Steuerung der Körperfunktionen eine Rolle und liefern wichtige Energie. Mehr als 20 Prozent der Chia-Samen sind Proteine, weshalb die kleinen Powersamen gut mit dem pflanzlichen Proteinlieferant der Sojabohne mithalten können. Gerade für Veganer sind sie ein wichtiger Eiweißlieferant.

    Ballaststoffe

    Auf 25 Gramm Chia-Samen entfallen etwa acht Gramm Ballaststoffe. Dadurch sorgen Chia-Samen für ein lang anhaltendes Gefühl der Sättigung und können zudem die Verdauung fördern, denn der Darm wird gut gefüllt und Chia-Samen können außerdem große Mengen Wasser binden. Die Ballaststoffe selbst sollen sich günstig auf den Cholesterinspiegel auswirken können – das liegt daran, dass durch viele Ballaststoffe die Ausscheidung der Gallensäure erhöht wird, welche dann nachgebildet werden muss. Für diese Nachbildung ist wiederum Cholesterin notwendig. Weiterhin tragen Ballaststoffe dazu bei, dass Kohlenhydrate langsamer abgebaut werden. Es gelangt dadurch sehr wahrscheinlich weniger Insulin in den Organismus, Heißhungerattacken können so vermieden werden.

    Vitamin B1

    Vitamin B1 wird auch als „Treibstoff“ für die Nervenzellen angesehen und ist zu etwa elf Prozent in zwei Esslöffeln Chia-Samen enthalten. Ein Mangel des wasserlöslichen Vitamins kann zu Mangelerscheinungen Verdauungsproblemen oder auch Appetitlosigkeit führen. Auch Müdigkeit und Wasseransammlungen lassen sich beobachten. Je nach Ausprägung des Mangels können auch schwerere Symptome erkennbar sein, weshalb die tägliche Aufnahme von Vitamin B1 wichtig ist.

    Vitamin B3

    Vitamin B3 kann zur Entgiftung des Körpers beitragen und soll auch beim Aufbau von Haut und Muskeln beteiligt sein. Außerdem ist es für das Nervensystem sowie das Bindegewebe von Bedeutung. In zwei Esslöffeln Chia-Samen sind etwa 18 Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs enthalten.

    Vitamin E

    Vitamin E gehört zu den Antioxidantien, welche als Fänger von freien Radikalen agieren und so für ein besseres Hautbild sorgen können. Auch für die Nervenzellen und das Immunsystem ist Vitamin E von Bedeutung. Etwa ein Drittel des täglichen Bedarfs an Antioxidantien findet sich in zwei Esslöffeln Chia-Samen.

    Kalzium

    Ein Esslöffel Chia-Samen enthält mehr Kalzium als ein Glas Milch. Zudem ist es deutlich besser verwertbar. Der Körper benötigt Kalzium für die Knochen und die Zähne, zudem ist es für die Blutgerinnung, die Reizübertragung der Nerven sowie den Energiestoffwechsel von Bedeutung.

    Eisen

    In 25 Gramm Chia-Samen sind etwa 1,65 Milligramm Eisen enthalten. Mit zwei Esslöffeln können so etwa 13 Prozent des täglichen empfohlenen Bedarfs gedeckt werden. Chia-Samen enthalten somit dreimal mehr Eisen, als roher Spinat. Im Organismus bindet Eisen Sauerstoff, wodurch die Sauerstoffversorgung unterstützt wird.

    Kalium

    Das Spurenelement ist für die Funktionen von Muskeln und Nerven wichtig. In 25 Gramm Chia-Samen sind etwa 150 Milligramm Kalium enthalten, womit etwa acht Prozent der täglichen empfohlenen Menge gedeckt sind.

    Magnesium

    In 25 Gramm Chia-Samen sind etwa 73 Milligramm Magnesium enthalten. Damit wird der tägliche Magnesiumbedarf zu einem Fünftel gedeckt. Magnesium ist für die Steuerung der Tätigkeit von Muskeln und Nerven von Bedeutung und spielt zudem für den Fettstoffwechsel sowie den Schlaf-Wach-Rhythmus eine Rolle.

    Kupfer

    Mit zwei Esslöffeln Chia-Samen können etwa 25 Prozent des Tagesbedarfs an Kupfer gedeckt werden. Das Spurenelement wird vor allem für die Eisenbildung und die Wundheilung benötigt und ist auch für das Immunsystem von Bedeutung.

    Phosphor

    Phosphor ist vor allem für Stabilität von Zähnen und Knochen von Bedeutung. In Chia-Samen sind 135 Milligramm auf 25 Gramm enthalten. Damit ist der Tagesbedarf zu elf Prozent gedeckt.

    Zink

    Zink ist für verschiedene Stoffwechselvorgänge im Organismus notwendig und unterstützt zudem das Immunsystem. In 25 Gramm Chia-Samen sind 1.25 Milligramm Zink enthalten, was etwa acht Prozent der täglichen empfohlenen Menge ausmacht.

    Antioxidantien in Chia-Samen

    Neben Vitamin E wirken auch die Flavanole (sekundäre Pflanzenstoffe) als Antioxidantien. Antioxidantien sind Fänger freier Radikale, welche im Organismus für oxidativen Stress sorgen und dadurch den Körper belasten und Schäden an den Zellen verursachen. Ein Antioxidans schützt die Zellen, wird dabei aber nie zu einem freien Radikal.

    Die Anwendung von Chia-Samen

    Das Superfood Chia-Samen kann durchaus positive Eigenschaften auf den Organismus haben. Diese sind auf die zahlreichen hochwertigen Inhaltsstoffe zurückzuführen. Dabei sind Chia-Samen sehr vielseitig einsetzbar und lassen sich recht leicht in die tägliche Ernährung integrieren.

    Doch wie werden Chia-Samen eigentlich eingenommen?

    Zwar handelt es sich bei Chia-Samen nicht um ein Nahrungsergänzungs-, sondern um ein Lebensmittel, einige Hinweise in Bezug auf die richtige Anwendung und Menge sollten aber dennoch beherzigt werden.

    So sollten Chia-Samen grundsätzlich roh verzehrt werden. Das liegt natürlich daran, dass – wie bei jedem anderen Lebensmittel auch – durch den Kochvorgang wichtige Nährstoffe verloren gehen oder aber sich Stoffe bilden, die für die Gesundheit eher zum Nachteil werden können. Der positive Effekt, der Chia-Samen nachgesagt wird, kann sich also nur beim Verzehr der rohen Powerkörner entfalten.

    Für den Verzehr gibt es zwei mögliche Varianten: Entweder Chia-Samen werden trocken verzehrt oder aber vor dem Verzehr in Flüssigkeit eingeweicht.

    Beim rohen Verzehr sollte darauf geachtet werden, ausreichend zu trinken, denn Chia-Samen binden Flüssigkeit.

    Aus Chia-Samen, die in Flüssigkeit eingeweicht werden, bildet sich eine Masse, die an Gelee erinnert. So kann das Superfood auch wesentlich besser in die verschiedensten Speisen integriert werden.

    Gibt es eine Verzehrempfehlung?

    In Europa sind Chia-Samen noch nicht sehr lange auf dem Markt. Aus diesem Grund liegt die empfohlene Menge pro Tag derzeit noch bei etwa 15 Gramm, was etwa einem Esslöffel entspricht. Dennoch gilt es als gesundheitlich nicht bedenklich, wenn täglich bis zu 30 Gramm Chia-Samen verzehrt werden.

    Die Verzehrempfehlung in den USA und auch in anderen Ländern ist meist deutlich höher. Gerade in den Ursprungsländern Südamerikas dürften diese Dosierungsempfehlungen sicher ein Schmunzeln hervorrufen. Dort ist die Menge Chia-Samen, die täglich verzehrt werden, bereits seit vielen hundert Jahren deutlich größer. Eine übertriebene Einnahmemenge sollte man aber möglichst trotzdem vermeiden.

    Und wobei können Chia-Samen hilfreich sein?

    So vielseitig sich Chia-Samen anwenden lassen, so vielseitig können auch die positiven Effekte der kleinen Powersamen sein.

    Natürlich sind Chia-Samen kein Heilmittel. Dennoch können die kleinen Körner bei einigen körperlichen „Beschwerden“ eine Linderung bewirken. Erfahrungen von Anwendern haben gezeigt, dass Chia-Samen

    • bei Glutenunverträglichkeit
    • bei Sodbrennen und
    • zur Entwässerung
    • beim Abnehmen

    hilfreich sein können.

    Chia-Samen bei Glutenunverträglichkeit

     

    Immer mehr Menschen leiden mittlerweile unter einer so genannten Zöliakie (Glutenunverträglichkeit). Produkte aus Weizenmehl werden dabei schlecht oder auch gar nicht verdaut. Es kann sowohl auf der Haut, als auch im Verdauungs- und Atmungsapparat zu Allergiesymptomen kommen, die zum Teil sehr unterschiedlich ausgeprägt sind und durchaus auch heftig verlaufen können. Die meisten Betroffenen fühlen sich allgemein abgeschlagen und auch matt. Chia-Samen sind frei von Gluten und könne so optimal die Ernährung von Menschen mit Glutenunverträglichkeit ergänzen.

    Wie können Chia-Samen bei Sodbrennen helfen?

    Sodbrennen ist keine eigenständige Erkrankung, kann aber mitunter Begleiterscheinung einer Erkrankung sein. Dabei gelangt Magensäure aus dem Magen, es kommt zu einem brennenden Schmerz, welcher aus dem Magenbereich über die Speiseröhre aufsteigt und für ein saures Aufstoßen sorgt. Es kommt zu einem Rückfluss von aggressiver Magensäure und teils auch Speiseresten in die Speiseröhre. Die Ursachen sind vielfältig und nicht zwingend krankheitsbedingt. Lediglich bei häufigem Auftreten sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache herauszufinden. Erste Hilfe können Chia-Samen bieten. Das liegt an ihrer Eigenschaft, Flüssigkeit zu binden. Ein Teelöffel trockene Chia-Samen und eine Tasse Wasser tragen dazu bei, dass überschüssige Magenflüssigkeit gebunden werden kann. Chia-Samen nehmen nicht nur Flüssigkeit, sondern eben auch die Magensäure auf. Das Sodbrennen bleibt somit aus.

    Chia-Samen zur Entwässerung des Körpers – Wie geht das?

    Es gibt Menschen, die neigen zu Wasseransammlungen im Gewebe. Unabhängig davon, welche Ursache vorliegt, kann eine richtige Ernährung dazu beitragen, dem Organismus etwas unter die Arme zu greifen. Es gibt bestimmte Lebensmittel, die eine entwässernde Wirkung haben. Neben Kartoffeln, Reis, Spargel und Erdbeeren sowie bestimmten Kräutern gehören dazu auch Chia-Samen. Da Chia-Samen selbst sehr viel Flüssigkeit aufnehmen können, unterstützen sie die Entwässerung des Körpers.

    Abnehmen mit Chia-Samen

    Ein Gewichtsreduktion funktioniert nach folgendem Prinzip: Es müssen mehr Kalorien verbrannt, als zugeführt werden.

    Jedoch dürfen die Kalorien nicht einfach nur verringert werden, denn dann tritt der ungeliebte Jojo-Effekt ein. Wesentlich wichtiger ist eine Umstellung der Ernährung. Chia-Samen können hier eine Unterstützung sein. Sie nehmen nicht nur viel Flüssigkeit auf, sondern enthalten eine hohe Menge an Ballaststoffen, die für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen. Die enthaltenen Kohlenhydrate werden langsamer im Körper freigesetzt, zudem enthalten Chia-Samen kaum Kalorien. Der hohe Anteil an Eiweiß unterstützt parallel den Muskelaufbau.

    Studien zu Chia-Samen

    Bei den Mayas, den Inkas und auch den Azteken galten Chia-Samen als Heilpflanze. Mittlerweile werden die kleinen Körner der Chia-Pflanze immer wieder in verschiedenen Studien auf ihre Wirksamkeit untersucht.

    So wurden bereits Studien in Bezug auf Diabetes durchgeführt, ebenso wie Untersuchungen in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie auf das Abnehmen und die Nährstoffdichte. Zwar konnten die Studien durchaus positive Ergebnisse hervorbringen, inwiefern diese jedoch auf die Allgemeinheit anwendbar sind, ist unklar.

    Sicher ist jedoch, dass die Nährstoffdichte von Chia-Samen besonders gut ist, weshalb eine Integration in die tägliche Ernährung durchaus sinnvoll ist.

    Rezepte mit Chia-Samen

     

    Chia-Samen sind geschmacks- und auch geruchsneutral. Deshalb lassen sie sich in die verschiedensten Rezepte gut integrieren. Typische Rezepte sind:

    • Chia-Gel
    • Chia-Pudding
    • Chia-Pfannkuchen
    • Chia-Brot
    • Chia-Eis

     

    1. Chia-Gel

    Chia-Gel gilt als das klassische Grundrezept für die Verwendung von Chia-Samen. Dazu werden Chia-Samen in einem Verhältnis von 1:6 mit einer Flüssigkeit nach Belieben (z. B. Wasser, Mandelmilch) vermischt (z. B. eine Tasse Chia-Samen mit 6 Tassen Mandelmilch). Die Mischung muss im Anschluss kalt gestellt werden, so dass die Samen Zeit zum Quellen haben. Nach einer Zeit von etwa zwei Stunden ist daraus eine gelartige Masse entstanden, welche als Grundlage für verschiedenste Rezepte genutzt werden kann. Chia-Gel gilt als stark sättigend und ist im Kühlschrank etwa eine Woche lang haltbar, auch wenn es natürlich sinnvoller ist, die Masse noch am gleichen Tag zu verbrauchen.

    2. Chia-Pudding

    Chia-Pudding ist ein weiteres klassisches Rezept, welches sich mit Chia-Samen recht einfach zubereiten lässt. Das Prinzip ist das gleiche wie beim Chia-Gel. Hierfür werden etwa vier Esslöffel Chia-Samen zusammen mit 250 Milliliter Flüssigkeit nach Wahl in eine Schüssel gegeben, gut vermischt und anschließend zum Quellen für zwei Stunden in den Kühlschrank gestellt. Je nach Geschmack kann die Mischung auch mit Gewürzen (z. B. Kakao, Vanille, Zimt) oder Süßungsmitteln wie Honig verfeinert werden. Nach Belieben wird der Pudding dann noch mit Obst dekoriert. Auch der Chia-Pudding ist im Kühlschrank bis zu einer Woche haltbar und kann so auch als schnelle Grundlage für ein Frühstück dienen.

    3. Chia-Pfannkuchen

    Chia-Samen können recht einfach zur Zubereitung von leckeren Pfannkuchen verwendet werden. Dabei wird nicht einmal Mehl benötigt. Für die Chia-Pfannkuchen werden zwei Bananen, vier Eier sowie zwei bis drei Esslöffel Chia-Samen und noch ein wenig Zimt oder Vanilleextrakt verwendet. Die Bananen werden zunächst zerdrückt und unter die verquirlten Eier gerührt. Nun werden Chia-Samen und Gewürze untergehoben. Auch kleine Fruchtstücke können nach Belieben noch in den Teig gegeben werden. In einer Pfanne werden die Pfannkuchen anschließend ausgebacken. Zwar lassen sich die Pfannkuchen auch mit Mehl zubereiten, allerdings kann die Kalorienzahl durch das Weglassen von Mehl reduziert werden.

    4. Chia-Brot

    Zum Einsatz kommen bei diesem Brotrezept 700 Gramm Vollkornmehl (z. B. Dinkel, Buchweizen, Roggen) oder alternativ eine Mehlmischung, sowie ein Päckchen Trockenhefe, 20 Gramm Trockensauerteig, drei bis vier Esslöffel Chia-Samen sowie Leinschrot. Die Zutaten werden miteinander vermischt, danach werden langsam 400 Milliliter lauwarmes Wasser hinzu gegeben und alles zu einem klebrigen Teig verarbeitet. Dieser muss dann etwa eine Stunde zugedeckt gehen, bis er etwa die doppelte Größe erreicht hat. Im Anschluss wird der Teig zu einem Laib geformt und noch mit ein paar Chia-Samen bestreut und noch mehrfach eingeritzt. Im Ofen wird er dann bei 180 Grad etwa eine Stunde gebacken.

    5. Chia-Eis

    Chia-Eis lässt sich recht einfach zubereiten und ist sehr erfrischend. Das Eis wird ähnlich wie der Pudding zubereitet. Dazu werden zwei Esslöffel Chia-Samen und 250 Milliliter Milch (z. B. Mandel-, Kokos- oder Kuhmilch) miteinander verrührt und noch etwa 100 Gramm Obst nach Wahl sowie Honig zum Süßen hinzu gegeben. Im Kühlschrank muss die Masse nun mindestens zwei Stunden kalt stehen, um das Quellen der Chia-Samen zu fördern. Im Anschluss wird die Gelmasse in Eisformen gefüllt und muss über Nacht im Gefrierfach auskühlen.

    Die Chia-Pflanze – Ursprung der Chia-Samen Die Chia-Pflanze galt schon vor mehr als 4.000 Jahren bei den Mayas, Azteken und Inkas Süd- und Mittelamerikas als eines der wichtigsten... mehr erfahren »
    Fenster schließen
    Chia-Samen – Powersamen der Mayas

    Die Chia-Pflanze – Ursprung der Chia-Samen

    Die Chia-Pflanze galt schon vor mehr als 4.000 Jahren bei den Mayas, Azteken und Inkas Süd- und Mittelamerikas als eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Angebaut wird sie in Mexiko sowie Bolivien und Guatemala. Aber auch in Australien gedeiht sie. Sie bevorzugt also das Klima der Tropen und Subtropen, wo sie aber auch in großer Höhe wächst. Die Chia-Pflanze erreicht Wuchshöhen von bis zu zwei Metern und blüht von Juli bis August violett. Verwendung finden allerdings ausschließlich die braunen oder auch weißen Samen.

     

    Im Zuge der spanischen Eroberungen geriet die Chia-Pflanze bald nach Spanien und erhielt so den Namen Salvia hispanica. Während die kleinen Powersamen für Inkas, Mayas und Azteken als kraftspendendes Korn standen und ihnen Ausdauer sowie körperliche und geistige Stärke verliehen, geriet die Pflanze zunächst in Vergessenheit und wurde lediglich als Tierfutter verwendet. Doch seit einigen Jahren wächst die Begeisterung für die kleinen Körner, die mittlerweile als Superfood eingestuft werden.

     

    Für kommerzielle Zwecke erfolgt der Anbau der Chia-Pflanze vorrangig in Süd- und Mittelamerika sowie in Australien. Mit Hilfe großer Aussaatmaschinen erfolgt die Ausbringung der Samen in Rillen, im November erfolgt die Ernte mit Hilfe von Mähdreschern.

    Sind die Bedingungen günstig, kann die einjährige Chia-Pflanze auch in europäischen Breiten angebaut werden. Wichtig ist jedoch ein warmer und sonniger Standort sowe eine lange frostfreie Periode. Mit kargen und nährstoffarmen Böden kommt die Pflanze recht gut zurecht, auch längere Trockenzeiten sind kein Problem. Zwar sollte sie regelmäßige bewässert werden, Staunässe mag die Chia-Pflanze jedoch nicht.

    Die gesunden Chia-Samen

    Chia-Samen werden als sehr gesund eingestuft. Das liegt vor allem an den hochwertigen Inhaltsstoffen der kleinen Powerkörner. So ist der Anteil an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren nicht nur besonders hoch, sondern sie sind auch in einem optimalen Verhältnis in den kleinen Samen vorhanden. Chia-Samen eignen sich zudem gut für eine vegane Ernährung, in der sie als wichtiger Lieferant für ungesättigte Fettsäuren dienen. Zudem sind Chia-Samen glutenfrei und somit für Menschen mit Glutenunverträglichkeit gut geeignet. Weiterhin sind sie reich an Ballaststoffen, enthalten kein Cholesterin und gleichzeitig wenige Kalorien.

    Die Inhaltsstoffe von Chia-Samen im Überblick

    Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

    In 100 Gramm Chia-Samen sind etwa 19 Gramm Omega-3-Fettsäuren enthalten. Mit einer Portion Chia-Samen lässt sich vor allem der tägliche Bedarf an Omega-3-Fettsäuren dreifach decken. Omega-3-Fettsäuren sollen Blutdruck, Blutgerinnung und Blutfettwerte beeinflussen können. Auch bei der Eiweißsynthese spielen Omega-3-Fettsäuren eine Rolle. Ihre Wirkung entfalten Omega-3-Fettsäuren allerdings nur im Zusammenhang mit Omega-6-Fettsäuren, welche in einem Verhältnis von 1:3 in Chia-Samen vorkommen.

    Proteine

    Proteine beziehungsweise ihre Baustoffe – die Aminosäuren – spielen bei der Steuerung der Körperfunktionen eine Rolle und liefern wichtige Energie. Mehr als 20 Prozent der Chia-Samen sind Proteine, weshalb die kleinen Powersamen gut mit dem pflanzlichen Proteinlieferant der Sojabohne mithalten können. Gerade für Veganer sind sie ein wichtiger Eiweißlieferant.

    Ballaststoffe

    Auf 25 Gramm Chia-Samen entfallen etwa acht Gramm Ballaststoffe. Dadurch sorgen Chia-Samen für ein lang anhaltendes Gefühl der Sättigung und können zudem die Verdauung fördern, denn der Darm wird gut gefüllt und Chia-Samen können außerdem große Mengen Wasser binden. Die Ballaststoffe selbst sollen sich günstig auf den Cholesterinspiegel auswirken können – das liegt daran, dass durch viele Ballaststoffe die Ausscheidung der Gallensäure erhöht wird, welche dann nachgebildet werden muss. Für diese Nachbildung ist wiederum Cholesterin notwendig. Weiterhin tragen Ballaststoffe dazu bei, dass Kohlenhydrate langsamer abgebaut werden. Es gelangt dadurch sehr wahrscheinlich weniger Insulin in den Organismus, Heißhungerattacken können so vermieden werden.

    Vitamin B1

    Vitamin B1 wird auch als „Treibstoff“ für die Nervenzellen angesehen und ist zu etwa elf Prozent in zwei Esslöffeln Chia-Samen enthalten. Ein Mangel des wasserlöslichen Vitamins kann zu Mangelerscheinungen Verdauungsproblemen oder auch Appetitlosigkeit führen. Auch Müdigkeit und Wasseransammlungen lassen sich beobachten. Je nach Ausprägung des Mangels können auch schwerere Symptome erkennbar sein, weshalb die tägliche Aufnahme von Vitamin B1 wichtig ist.

    Vitamin B3

    Vitamin B3 kann zur Entgiftung des Körpers beitragen und soll auch beim Aufbau von Haut und Muskeln beteiligt sein. Außerdem ist es für das Nervensystem sowie das Bindegewebe von Bedeutung. In zwei Esslöffeln Chia-Samen sind etwa 18 Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs enthalten.

    Vitamin E

    Vitamin E gehört zu den Antioxidantien, welche als Fänger von freien Radikalen agieren und so für ein besseres Hautbild sorgen können. Auch für die Nervenzellen und das Immunsystem ist Vitamin E von Bedeutung. Etwa ein Drittel des täglichen Bedarfs an Antioxidantien findet sich in zwei Esslöffeln Chia-Samen.

    Kalzium

    Ein Esslöffel Chia-Samen enthält mehr Kalzium als ein Glas Milch. Zudem ist es deutlich besser verwertbar. Der Körper benötigt Kalzium für die Knochen und die Zähne, zudem ist es für die Blutgerinnung, die Reizübertragung der Nerven sowie den Energiestoffwechsel von Bedeutung.

    Eisen

    In 25 Gramm Chia-Samen sind etwa 1,65 Milligramm Eisen enthalten. Mit zwei Esslöffeln können so etwa 13 Prozent des täglichen empfohlenen Bedarfs gedeckt werden. Chia-Samen enthalten somit dreimal mehr Eisen, als roher Spinat. Im Organismus bindet Eisen Sauerstoff, wodurch die Sauerstoffversorgung unterstützt wird.

    Kalium

    Das Spurenelement ist für die Funktionen von Muskeln und Nerven wichtig. In 25 Gramm Chia-Samen sind etwa 150 Milligramm Kalium enthalten, womit etwa acht Prozent der täglichen empfohlenen Menge gedeckt sind.

    Magnesium

    In 25 Gramm Chia-Samen sind etwa 73 Milligramm Magnesium enthalten. Damit wird der tägliche Magnesiumbedarf zu einem Fünftel gedeckt. Magnesium ist für die Steuerung der Tätigkeit von Muskeln und Nerven von Bedeutung und spielt zudem für den Fettstoffwechsel sowie den Schlaf-Wach-Rhythmus eine Rolle.

    Kupfer

    Mit zwei Esslöffeln Chia-Samen können etwa 25 Prozent des Tagesbedarfs an Kupfer gedeckt werden. Das Spurenelement wird vor allem für die Eisenbildung und die Wundheilung benötigt und ist auch für das Immunsystem von Bedeutung.

    Phosphor

    Phosphor ist vor allem für Stabilität von Zähnen und Knochen von Bedeutung. In Chia-Samen sind 135 Milligramm auf 25 Gramm enthalten. Damit ist der Tagesbedarf zu elf Prozent gedeckt.

    Zink

    Zink ist für verschiedene Stoffwechselvorgänge im Organismus notwendig und unterstützt zudem das Immunsystem. In 25 Gramm Chia-Samen sind 1.25 Milligramm Zink enthalten, was etwa acht Prozent der täglichen empfohlenen Menge ausmacht.

    Antioxidantien in Chia-Samen

    Neben Vitamin E wirken auch die Flavanole (sekundäre Pflanzenstoffe) als Antioxidantien. Antioxidantien sind Fänger freier Radikale, welche im Organismus für oxidativen Stress sorgen und dadurch den Körper belasten und Schäden an den Zellen verursachen. Ein Antioxidans schützt die Zellen, wird dabei aber nie zu einem freien Radikal.

    Die Anwendung von Chia-Samen

    Das Superfood Chia-Samen kann durchaus positive Eigenschaften auf den Organismus haben. Diese sind auf die zahlreichen hochwertigen Inhaltsstoffe zurückzuführen. Dabei sind Chia-Samen sehr vielseitig einsetzbar und lassen sich recht leicht in die tägliche Ernährung integrieren.

    Doch wie werden Chia-Samen eigentlich eingenommen?

    Zwar handelt es sich bei Chia-Samen nicht um ein Nahrungsergänzungs-, sondern um ein Lebensmittel, einige Hinweise in Bezug auf die richtige Anwendung und Menge sollten aber dennoch beherzigt werden.

    So sollten Chia-Samen grundsätzlich roh verzehrt werden. Das liegt natürlich daran, dass – wie bei jedem anderen Lebensmittel auch – durch den Kochvorgang wichtige Nährstoffe verloren gehen oder aber sich Stoffe bilden, die für die Gesundheit eher zum Nachteil werden können. Der positive Effekt, der Chia-Samen nachgesagt wird, kann sich also nur beim Verzehr der rohen Powerkörner entfalten.

    Für den Verzehr gibt es zwei mögliche Varianten: Entweder Chia-Samen werden trocken verzehrt oder aber vor dem Verzehr in Flüssigkeit eingeweicht.

    Beim rohen Verzehr sollte darauf geachtet werden, ausreichend zu trinken, denn Chia-Samen binden Flüssigkeit.

    Aus Chia-Samen, die in Flüssigkeit eingeweicht werden, bildet sich eine Masse, die an Gelee erinnert. So kann das Superfood auch wesentlich besser in die verschiedensten Speisen integriert werden.

    Gibt es eine Verzehrempfehlung?

    In Europa sind Chia-Samen noch nicht sehr lange auf dem Markt. Aus diesem Grund liegt die empfohlene Menge pro Tag derzeit noch bei etwa 15 Gramm, was etwa einem Esslöffel entspricht. Dennoch gilt es als gesundheitlich nicht bedenklich, wenn täglich bis zu 30 Gramm Chia-Samen verzehrt werden.

    Die Verzehrempfehlung in den USA und auch in anderen Ländern ist meist deutlich höher. Gerade in den Ursprungsländern Südamerikas dürften diese Dosierungsempfehlungen sicher ein Schmunzeln hervorrufen. Dort ist die Menge Chia-Samen, die täglich verzehrt werden, bereits seit vielen hundert Jahren deutlich größer. Eine übertriebene Einnahmemenge sollte man aber möglichst trotzdem vermeiden.

    Und wobei können Chia-Samen hilfreich sein?

    So vielseitig sich Chia-Samen anwenden lassen, so vielseitig können auch die positiven Effekte der kleinen Powersamen sein.

    Natürlich sind Chia-Samen kein Heilmittel. Dennoch können die kleinen Körner bei einigen körperlichen „Beschwerden“ eine Linderung bewirken. Erfahrungen von Anwendern haben gezeigt, dass Chia-Samen

    • bei Glutenunverträglichkeit
    • bei Sodbrennen und
    • zur Entwässerung
    • beim Abnehmen

    hilfreich sein können.

    Chia-Samen bei Glutenunverträglichkeit

     

    Immer mehr Menschen leiden mittlerweile unter einer so genannten Zöliakie (Glutenunverträglichkeit). Produkte aus Weizenmehl werden dabei schlecht oder auch gar nicht verdaut. Es kann sowohl auf der Haut, als auch im Verdauungs- und Atmungsapparat zu Allergiesymptomen kommen, die zum Teil sehr unterschiedlich ausgeprägt sind und durchaus auch heftig verlaufen können. Die meisten Betroffenen fühlen sich allgemein abgeschlagen und auch matt. Chia-Samen sind frei von Gluten und könne so optimal die Ernährung von Menschen mit Glutenunverträglichkeit ergänzen.

    Wie können Chia-Samen bei Sodbrennen helfen?

    Sodbrennen ist keine eigenständige Erkrankung, kann aber mitunter Begleiterscheinung einer Erkrankung sein. Dabei gelangt Magensäure aus dem Magen, es kommt zu einem brennenden Schmerz, welcher aus dem Magenbereich über die Speiseröhre aufsteigt und für ein saures Aufstoßen sorgt. Es kommt zu einem Rückfluss von aggressiver Magensäure und teils auch Speiseresten in die Speiseröhre. Die Ursachen sind vielfältig und nicht zwingend krankheitsbedingt. Lediglich bei häufigem Auftreten sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache herauszufinden. Erste Hilfe können Chia-Samen bieten. Das liegt an ihrer Eigenschaft, Flüssigkeit zu binden. Ein Teelöffel trockene Chia-Samen und eine Tasse Wasser tragen dazu bei, dass überschüssige Magenflüssigkeit gebunden werden kann. Chia-Samen nehmen nicht nur Flüssigkeit, sondern eben auch die Magensäure auf. Das Sodbrennen bleibt somit aus.

    Chia-Samen zur Entwässerung des Körpers – Wie geht das?

    Es gibt Menschen, die neigen zu Wasseransammlungen im Gewebe. Unabhängig davon, welche Ursache vorliegt, kann eine richtige Ernährung dazu beitragen, dem Organismus etwas unter die Arme zu greifen. Es gibt bestimmte Lebensmittel, die eine entwässernde Wirkung haben. Neben Kartoffeln, Reis, Spargel und Erdbeeren sowie bestimmten Kräutern gehören dazu auch Chia-Samen. Da Chia-Samen selbst sehr viel Flüssigkeit aufnehmen können, unterstützen sie die Entwässerung des Körpers.

    Abnehmen mit Chia-Samen

    Ein Gewichtsreduktion funktioniert nach folgendem Prinzip: Es müssen mehr Kalorien verbrannt, als zugeführt werden.

    Jedoch dürfen die Kalorien nicht einfach nur verringert werden, denn dann tritt der ungeliebte Jojo-Effekt ein. Wesentlich wichtiger ist eine Umstellung der Ernährung. Chia-Samen können hier eine Unterstützung sein. Sie nehmen nicht nur viel Flüssigkeit auf, sondern enthalten eine hohe Menge an Ballaststoffen, die für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen. Die enthaltenen Kohlenhydrate werden langsamer im Körper freigesetzt, zudem enthalten Chia-Samen kaum Kalorien. Der hohe Anteil an Eiweiß unterstützt parallel den Muskelaufbau.

    Studien zu Chia-Samen

    Bei den Mayas, den Inkas und auch den Azteken galten Chia-Samen als Heilpflanze. Mittlerweile werden die kleinen Körner der Chia-Pflanze immer wieder in verschiedenen Studien auf ihre Wirksamkeit untersucht.

    So wurden bereits Studien in Bezug auf Diabetes durchgeführt, ebenso wie Untersuchungen in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie auf das Abnehmen und die Nährstoffdichte. Zwar konnten die Studien durchaus positive Ergebnisse hervorbringen, inwiefern diese jedoch auf die Allgemeinheit anwendbar sind, ist unklar.

    Sicher ist jedoch, dass die Nährstoffdichte von Chia-Samen besonders gut ist, weshalb eine Integration in die tägliche Ernährung durchaus sinnvoll ist.

    Rezepte mit Chia-Samen

     

    Chia-Samen sind geschmacks- und auch geruchsneutral. Deshalb lassen sie sich in die verschiedensten Rezepte gut integrieren. Typische Rezepte sind:

    • Chia-Gel
    • Chia-Pudding
    • Chia-Pfannkuchen
    • Chia-Brot
    • Chia-Eis

     

    1. Chia-Gel

    Chia-Gel gilt als das klassische Grundrezept für die Verwendung von Chia-Samen. Dazu werden Chia-Samen in einem Verhältnis von 1:6 mit einer Flüssigkeit nach Belieben (z. B. Wasser, Mandelmilch) vermischt (z. B. eine Tasse Chia-Samen mit 6 Tassen Mandelmilch). Die Mischung muss im Anschluss kalt gestellt werden, so dass die Samen Zeit zum Quellen haben. Nach einer Zeit von etwa zwei Stunden ist daraus eine gelartige Masse entstanden, welche als Grundlage für verschiedenste Rezepte genutzt werden kann. Chia-Gel gilt als stark sättigend und ist im Kühlschrank etwa eine Woche lang haltbar, auch wenn es natürlich sinnvoller ist, die Masse noch am gleichen Tag zu verbrauchen.

    2. Chia-Pudding

    Chia-Pudding ist ein weiteres klassisches Rezept, welches sich mit Chia-Samen recht einfach zubereiten lässt. Das Prinzip ist das gleiche wie beim Chia-Gel. Hierfür werden etwa vier Esslöffel Chia-Samen zusammen mit 250 Milliliter Flüssigkeit nach Wahl in eine Schüssel gegeben, gut vermischt und anschließend zum Quellen für zwei Stunden in den Kühlschrank gestellt. Je nach Geschmack kann die Mischung auch mit Gewürzen (z. B. Kakao, Vanille, Zimt) oder Süßungsmitteln wie Honig verfeinert werden. Nach Belieben wird der Pudding dann noch mit Obst dekoriert. Auch der Chia-Pudding ist im Kühlschrank bis zu einer Woche haltbar und kann so auch als schnelle Grundlage für ein Frühstück dienen.

    3. Chia-Pfannkuchen

    Chia-Samen können recht einfach zur Zubereitung von leckeren Pfannkuchen verwendet werden. Dabei wird nicht einmal Mehl benötigt. Für die Chia-Pfannkuchen werden zwei Bananen, vier Eier sowie zwei bis drei Esslöffel Chia-Samen und noch ein wenig Zimt oder Vanilleextrakt verwendet. Die Bananen werden zunächst zerdrückt und unter die verquirlten Eier gerührt. Nun werden Chia-Samen und Gewürze untergehoben. Auch kleine Fruchtstücke können nach Belieben noch in den Teig gegeben werden. In einer Pfanne werden die Pfannkuchen anschließend ausgebacken. Zwar lassen sich die Pfannkuchen auch mit Mehl zubereiten, allerdings kann die Kalorienzahl durch das Weglassen von Mehl reduziert werden.

    4. Chia-Brot

    Zum Einsatz kommen bei diesem Brotrezept 700 Gramm Vollkornmehl (z. B. Dinkel, Buchweizen, Roggen) oder alternativ eine Mehlmischung, sowie ein Päckchen Trockenhefe, 20 Gramm Trockensauerteig, drei bis vier Esslöffel Chia-Samen sowie Leinschrot. Die Zutaten werden miteinander vermischt, danach werden langsam 400 Milliliter lauwarmes Wasser hinzu gegeben und alles zu einem klebrigen Teig verarbeitet. Dieser muss dann etwa eine Stunde zugedeckt gehen, bis er etwa die doppelte Größe erreicht hat. Im Anschluss wird der Teig zu einem Laib geformt und noch mit ein paar Chia-Samen bestreut und noch mehrfach eingeritzt. Im Ofen wird er dann bei 180 Grad etwa eine Stunde gebacken.

    5. Chia-Eis

    Chia-Eis lässt sich recht einfach zubereiten und ist sehr erfrischend. Das Eis wird ähnlich wie der Pudding zubereitet. Dazu werden zwei Esslöffel Chia-Samen und 250 Milliliter Milch (z. B. Mandel-, Kokos- oder Kuhmilch) miteinander verrührt und noch etwa 100 Gramm Obst nach Wahl sowie Honig zum Süßen hinzu gegeben. Im Kühlschrank muss die Masse nun mindestens zwei Stunden kalt stehen, um das Quellen der Chia-Samen zu fördern. Im Anschluss wird die Gelmasse in Eisformen gefüllt und muss über Nacht im Gefrierfach auskühlen.

    /* GLOBAL TRACKING-CODE FOR ALL PAGES */ /* TRACKING-CODE FOR CATEGORY LISTING */